:( Ich kann diese Ansicht in keinster Weise teilen. Sie verkennt in jeder Beziehung, daß die Wirtschafts- und Geldströme heute internationaler denn je sind. Deutschland verliert durch zu hohe Unternehmenssteuersätze in riesigen Mengen Kapital (reinvestierte Gewinne), das auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen benötigt wird, weil die Unternehmen Gewinne im Ausland entstehen lassen. Und je mehr Regulierung und Kontrolle stattfindet, desto mehr Arbeitsplätze und Firmen wandern komplett ins Ausland ab.Dies bedeutet letztlich, daß niedrigere prozentuale Steuersätze nicht gleichzeitig zu geringeren Geldsummen in den Staatskassen bedeuten muß. Ein schönes Beispiel ist ja die erhöhte Tabaksteuer, die zu extremen Mindereinnahmen geführt hat.
Und der Glaube, daß bei den heute notwendigen Wirtschaftsbeziehungen solche die Gewinnverlagerung über Gesetze und Verordnungen eingeschränkt werden kann, ist absolut utopisch. Bis die Staatsverwaltung ein Loch entdeckt hat, ist der Kapitalmarkt, mit seinen hoch bezahlten Köpfen, schon 2 Schritte weiter.
Sehr problematisch ist bei der ganzen Besteuerungsthematik die Übervorteilung von Kapitalgesellschaften gegenüber dem Mittelstand.
Und dann müssen viele Details beachtet werden. Nämlich z.B. daß die Reinvestition der Gewinne im Inland die günstigsten Steuersätze erhält. Daß nicht, wie aktuell, Steuergelder über die EU dazu verwendet werden, um die Abwanderung von Arbeitsplätzen zu subventionieren indem jeder in den neuen EU-Ländern entstehende Arbeitsplatz mit tausenden von Euro bezuschusst wird