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Foren-Gruppen Regionale Foren ödp - Nordrhein-Westfalen Beitrag Nr. 56
Beitrag Nr. 56
kehcstaratS xileF
Gast in den ödp Forum
10-02-08, 15:20 Uhr (MEZ)
 
"Kleines Lexikon der Sprachtäuschung"
 
   Ich gebe hier den Text von Prof. Günther Moewes www.guenthermoewes.de aus ÖkologiePolitik Nr. 137/Feb.08 wieder. So kann über die einzelnen Stichworte weiter diskutiert werden. Es kann aber auch jeder eigene Stichworte hinzufügen. Jeder Schriftkasten hat seine Antwortfunktion und antworten erscheinen immer unter dem Schriftkasten, auf den geantwortet wurde.
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Die westliche Ökonomie arbeitet mit standartisierter Sprachtäuschung. Damit soll eine ihrer zentralen Funktionen verschleiert werden: Die ständige, "vollautomatisierte", leistungslose Vermehrung der Geldvermögen und deren lautlose Umverteilung von unten nach oben. Ein "Irrtum erzeugt immer den nächsten - nicht nur in der Ökonomie, sondern auch in der Politik


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  Hinweis zu Kleines Lexikon der Sprachtäuschung, F. Stabarabatschebek , 29-02-08, 09:32 Uhr, (31)
     RE: Hinweis zu Kleines Lexikon der Sprachtäuschung, Neugierig , 29-02-08, 17:36 Uhr, (32)
         Wer liest dies?, F. Stabarabatschebek , 01-03-08, 23:18 Uhr, (34)
             Industrialisierung, Zitat , 29-04-08, 07:17 Uhr, (38)
                 Zusatzinfo Industrialisierung, F. Stabarabatschebek , 29-04-08, 07:21 Uhr, (39)
             Gewinnwarnung, Zitat , 17-04-08, 03:02 Uhr, (36)
                 Zusatzinfo Gewinnwarnung, F. Stabarabatschebek , 17-04-08, 03:04 Uhr, (37)
         Humankapital, Zitat , 01-03-08, 23:07 Uhr, (33)
             Humankapital - Zusatzinfo, F. Stabarabatschebek , 01-03-08, 23:28 Uhr, (35)
  Halbierung der Arbeitslosigkeit, Zitat , 29-02-08, 09:26 Uhr, (30)
  Globalisierung, Zitat , 27-02-08, 08:52 Uhr, (28)
     RE: Globalisierung- Zusatzinfos, F. Stabarabatschebek , 27-02-08, 08:59 Uhr, (29)
  Geldverbrennung, Zitat , 24-02-08, 14:50 Uhr, (26)
     RE: Geldverbrennung- Zusatzinfo, F. Stabarabatschebek , 24-02-08, 15:02 Uhr, (27)
  Freiheit, Zitat , 20-02-08, 20:19 Uhr, (24)
     RE: Freiheit- Zusatzinfo, F. Stabarabatschebek , 20-02-08, 20:23 Uhr, (25)
  Finanzierbarkeit, Zitat , 19-02-08, 20:09 Uhr, (22)
     RE: Finanzierbarkeit- Zusatzinfo, F. Stabarabatschebek , 19-02-08, 20:16 Uhr, (23)
  Exponentielles Wachstum, Zitat , 18-02-08, 19:02 Uhr, (19)
     RE: Exponentielles Wachstum, F. Stabarabatschebek , 18-02-08, 19:07 Uhr, (20)
         RE: Exponentielles Wachstum, F. Stabarabatschebek , 18-02-08, 19:15 Uhr, (21)
  Dienstleistungsgesellschaft, Zitat , 16-02-08, 23:14 Uhr, (17)
     RE: Dienstleistungsgesellschaft - Zusatzinfo, kehcstaratS xileF , 16-02-08, 23:19 Uhr, (18)
  Aufholjagd, Zitat , 16-02-08, 04:47 Uhr, (15)
     RE: Aufholjagd - Zusatzinfo, kehcstaratS xileF , 16-02-08, 04:51 Uhr, (16)
  Arbeitsmarkt, Zitat , 15-02-08, 04:08 Uhr, (13)
     RE: Arbeitsmarkt Zusatzinfos, kehcstaratS xileF , 15-02-08, 04:14 Uhr, (14)
  Arbeitsosigkeit, Zitat , 14-02-08, 04:10 Uhr, (11)
     RE: Arbeitsosigkeit Zusatzinfo, kehcstaratS xileF , 14-02-08, 04:13 Uhr, (12)
  Arbeitsbeschaffung, kehcstaratS xileF , 13-02-08, 03:33 Uhr, (5)
     RE: Arbeitsbeschaffung: Begriffsklärungen, kehcstaratS xileF , 13-02-08, 03:40 Uhr, (6)
  Arbeitnehmer, kehcstaratS xileF , 12-02-08, 03:46 Uhr, (3)
     RE: Arbeitnehmer: Begriffserklärungen, kehcstaratS xileF , 13-02-08, 03:43 Uhr, (7)
     RE: Arbeitnehmer, kehcstaratS xileF , 12-02-08, 03:55 Uhr, (4)
  Angreiferstaaten, kehcstaratS xileF , 11-02-08, 09:49 Uhr, (2)
     RE: Angreiferstaaten: Hintergrundwissen, kehcstaratS xileF , 13-02-08, 03:47 Uhr, (8)
  Abnehmendes Wachstum, kehcstaratS xileF , 10-02-08, 15:36 Uhr, (1)
     RE: Abnehmendes Wachstum: Zusatzwissen, kehcstaratS xileF , 13-02-08, 03:50 Uhr, (9)
         Sprachtäuschung, kehcstaratS xileF , 13-02-08, 04:05 Uhr, (10)

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F. Stabarabatschebek
Gast in den ödp Forum
29-02-08, 09:32 Uhr (MEZ)
 
31. "Hinweis zu Kleines Lexikon der Sprachtäuschung"
 
 
   Ich setze die neuesten Einträge immer nach oben. Wer neu einsteigt, sollte von unten nach oben lesen. Und die Zusatzinfos, die ja auch für jüngere Einträge Bedeutung haben können, sind auch von unten nach oben angegeben. Am Anfang eines jeden Schriftkasten steht die Nummer der Eingabe.

Das hat in der Übersicht den Vorteil, das Hauptthemen immer linksrandig in der Übersicht erscheinen und Kommentare leicht nach rechts verschoben.


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Neugierig
Gast in den ödp Forum
29-02-08, 17:36 Uhr (MEZ)
 
32. "RE: Hinweis zu Kleines Lexikon der Sprachtäuschung"
 
 
   Hallo, liest das hier eigentlich tatsächlich jemand?


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F. Stabarabatschebek
Gast in den ödp Forum
01-03-08, 23:18 Uhr (MEZ)
 
34. "Wer liest dies?"
 
 
   Das weiß ich nicht. Das Forum ist insgesamt schwächer besucht. Aber solange das Zählwerk, das nicht jeden Besuch festzuhalten scheint, höher ist, als die Zahl meiner Besuche eines Themas, liest es wenigstens einer. Und ich lade alle ein, dieses Forum als die Internetseite der ÖDP- Basis (Aktionshinweise, wichtige Links zu guten Themen, Berichte von eigenen Taten und Erfolgen, interessante Termine....) und als Diskussionsplattform für Fragen (allgemeiner Art oder an die ÖDP- Basis) zu nutzen.

Würden mehr Leute hier nur ein bißchen mitmachen, würde auch das Forum lebendiger. Ich schaue hier genauso oft rein, wie in mein Postfach, weil ich die Hoffnung nicht aufgebe, ÖDP-ler und andere Umweltschützer entdecken die Möglichkeiten des schnellen Infoaustausches, den dieses Forum bietet.

Ein gutes Forum muß auch kontroverse Theman aushalten und darf nicht nur Raum für das (gute) Parteiprogramm haben.


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Zitat
Gast in den ödp Forum
29-04-08, 07:17 Uhr (MEZ)
 
38. "Industrialisierung"
 
 
   Die Industrialisierung ist der größte Fortschrittssprung in der Menschheitsgeschichte. Sie eröffnet bisher nie gekannte Möglichkeiten von Fortbewegung, Materialeigenschaften und Erkenntnissen, aber auch von Tötung und Zerstörung. Vor allem aber ist sie Befreiung von menschlicher Arbeit durch die Maschine. Es blieb dem Kapitalismus vorbehalten, diesen Jahrtausendtraum der Menschheit in den Albtraum "Arbeitslosigkeit" zu verkehren. Die ursprüngliche Fortschrittserwartung ist so für große teile der Menschheit zur Bedrohung geworden.


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F. Stabarabatschebek
Gast in den ödp Forum
29-04-08, 07:21 Uhr (MEZ)
 
39. "Zusatzinfo Industrialisierung"
 
 
   http://de.wikipedia.org/wiki/Industrialisierung
http://de.wikipedia.org/wiki/Fortschritt
http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosigkeit
http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalismus


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Zitat
Gast in den ödp Forum
17-04-08, 03:02 Uhr (MEZ)
 
36. "Gewinnwarnung"
 
 
   Gewinnwarnung muss natürlich "Verlustwarnung heißen, weil sie meist zumindest Kursverluste nach sich zieht. Bestenfalls "Warnung vor zu viel Gewinnerwartung". Gewinnen macht sich aber besser als Verlieren, genau wie Geben seliger als Nehmen ist (siehe Arbeitgeber).


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F. Stabarabatschebek
Gast in den ödp Forum
17-04-08, 03:04 Uhr (MEZ)
 
37. "Zusatzinfo Gewinnwarnung"
 
 
   http://de.wikipedia.org/wiki/Gewinnwarnung


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Zitat
Gast in den ödp Forum
01-03-08, 23:07 Uhr (MEZ)
 
33. "Humankapital"
 
 
   Humankapital ist ein Begriff aus Volks- und Betriebswirtschaftslehre, in letzterer hauptsächlich von Milton Friedmann eingeführt. Erinnert fatal an "Menschenmaterial". 2005 in Deutschland "Unwort des Jahres". Zeigt exemplarisch, wie weit sich die Begriffswelt der Ökonomen vom allgemeinen Sprachverständnis entfernt hat.

Gemeint ist laut Wirtschaftslexika "das menschliche Potential an Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen", das geeignet ist, ökonomisch verwertbare Tätigkeiten auszuüben und Einkommen zu erzielen." Reduzierung auf monetäre Verwertbarkeit oder Gesellschaftsdienlichkeit oder Verantwortbarkeit. Ziel solcher Begriffsbildungen der Ökonomie ist offensichtlich die allmähliche Verschiebung des sellschaftlichen Wertekanons zugunsten der Reichen. Dies ist offenbar gelungen, wenn die Kanzlerin 2005 in ihrer Regierungserklärung von "Starken" spricht, die den "Schwachen etwas abgeben" und damit offenbar "Reiche" und "Arme" meint (genauer Wortlaut siehe weiter unten unter "Freiheit").

Typisch war auch die Reaktion der Ökonomen auf die Wahl zum "Unwort des Jahres": Man schlug vor, den begriff durch Humanvermögen zu ersetzen. Heilung durch Wörtertausch: Raumpflegerin statt Putzfrau, Seniorenresidenz statt Altenheim, Serviceagentur statt Arbeitsamt, Reform statt Rollback.


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F. Stabarabatschebek
Gast in den ödp Forum
01-03-08, 23:28 Uhr (MEZ)
 
35. "Humankapital - Zusatzinfo"
 
 
   http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebswirtschaft
http://de.wikipedia.org/wiki/Volkswirtschaft
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96konom
http://de.wikipedia.org/wiki/Unwort_des_Jahres
http://de.wikipedia.org/wiki/Humankapital
http://de.wikipedia.org/wiki/Kapital


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Zitat
Gast in den ödp Forum
29-02-08, 09:26 Uhr (MEZ)
 
30. "Halbierung der Arbeitslosigkeit"
 
 
   Die Halbierung der Arbeitslosigkeit wurde von Gerhard Schröder versprochen. Nie eingetreten. In den 70er und 80er Jahren glaubte man, für die völlige Beseitigung von Arbeitslosigkeit seien 6% Wachstum erforderlich, für die Halbierung 3%.
Die Unsinnigkeit einer solchen Annahme wird durch folgende Überlegung deutlich:
Das Sozialprodukt hat sich in Deutschland seit 1971 verdoppelt, seit 1962 verdreifacht. Läßt man einmal die neuen Bundesländer außen vor, so bedeutet 1% Wachstum heute absolut die gleiche Zunahme des Sozialproduktes, wie 2% 1971 oder 3% 1963. Die Arbeitslosigkeit hat sich aber seitdem keineswegs halbiert. Sie ist vielmehr ständig parallel zum Sozialprodukt gestiegen.


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Zitat
Gast in den ödp Forum
27-02-08, 08:52 Uhr (MEZ)
 
28. "Globalisierung"
 
 
   Globalisierung ist das Gegenteil zur Regionalisierung. Alle Globalisierung begünstigt das mobile Kapital von "Angreiferstaaten" (Der Spiegel), nicht aber deren verarmte Bevölkerung (siehe China). Alle Regionalisierung schützt die immobilen Arbeitenden. Das globale System ist notorisch unzuverlässig. Wer heute Gewinner ist, kann morgen Verlierer sein und umgekehrt. Zuverlässigkeit kann nur durch ein gewisses maß an Autarkie und nur in kleinen Maßstab gesichtert werden. Auch im ressourcenarmen Deutschland kann Autarkie hergestellt werden: Auf dem Agrarsektor sofort, auf dem Energiesektor nach einiger Zeit und auf dem Geldsektor zumindest teilweise.


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F. Stabarabatschebek
Gast in den ödp Forum
27-02-08, 08:59 Uhr (MEZ)
 
29. "RE: Globalisierung- Zusatzinfos"
 
 
   http://de.wikipedia.org/wiki/Globalisierung
http://de.wikipedia.org/wiki/Regionalisierung
http://de.wikipedia.org/wiki/Autarkie


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Zitat
Gast in den ödp Forum
24-02-08, 14:50 Uhr (MEZ)
 
26. "Geldverbrennung"
 
 
   "Bei Kursstürzen verbrennt Geld."

Dieser Satz ist genauso falsch, wie der Satz:

"Bei Kursanstiegen entsteht Geld."

mit Ausnahme der sogenannten "Erstemmission" ist der normale Aktienhandel ein reines Wettgeschehen, ein volkswirtschaftliches Nullsummenspiel. Bei lang anhaltenden Kursanstiegen können sich natürlich alle Anleger in dem Bewußtsein sonnen, jederzeit mit Gewinn wieder aussteigen zu können. Aber auch hier gilt: Insgesamt kann nie mehr Geld herausgeholt werden, als hineingesteckt wurde. Alles Geld, was verloren wird, ist vorher von irgendjemanden gewonnen worden. Das insgesamt hineingesteckte Geld kann nicht mit dem Kursanstieg multipliziert und dann auf einen Schlag realisiert werden. Eine solche Gesamtsumme wäre fiktiv. Und genau diese fiktive Gesamtsumme "verbrennt" in der Regel auch bei einem Kursrückgang. Alle realisierten Gewinne werden dagegen von irgendjemanden bezahlt: bei steigenden Kursen von denen, die später zum höheren Preis kaufen, bei fallenden Kursen von denen, die später zu einem geringeren Preis verkaufen. Auch der sogenannte "Crash" bildet da keine Ausnahme. Er entsteht, wenn es plötzlich nur noch Verkaufsorder gibt, aber fast keine Kauforder mehr. Dann sind alle diejenigen, die verkaufen, ihr Geld los. Sinkt der Kurs unter den theoretisch realisierbaren Unternehmenswert, ist die Aktie unterbewertet. Da der Anleger nicht wie ein normaler Gläubiger den Verkauf des Unternehmens veranlassen kann, ist dieses Geld tatsächlich solange "verbrannt", bis die Aktie von einem neuen Käufer dann viel zu billig wieder erworben wird. Dieser Käufer hat dann das "verbrannte" Geld wieder auf seinen Konto.

Oft entsteht ein "Crash" ja nur, weil Großanleger an einem Freitag per Mausklick ihr Geld abziehen. Das Geld ist dann auf deren Konten und wird von den Kleinanlegern bezahlt, die das am Sonnabend in der Zeitung lesen und erst am Montag zur Sparkasse kommen. Auch das Börsengeschehen hat deshalb eine Umverteilungsfunktion von unten nach oben. Um das zu verheimlichen, sagt man den Kleinanlegern, ihr Geld sei "verbrannt".


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F. Stabarabatschebek
Gast in den ödp Forum
24-02-08, 15:02 Uhr (MEZ)
 
27. "RE: Geldverbrennung- Zusatzinfo"
 
 
   http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6rse
http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinanleger
http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fanleger
http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6rsenkrach


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Zitat
Gast in den ödp Forum
20-02-08, 20:19 Uhr (MEZ)
 
24. "Freiheit"
 
 
   Das ursprünglich hart erkämpfte Menschenrecht der Freiheit wird immer mehr auf bloße Konsumfreiheit, Wirtschaftsfreiheit und der Freiheit der Starken eingeengt. Meinungsfreiheit ist zur Privatangelegenheit der Medien geworden, in denen selbst Nachrichten und Elementarinformationen in Meinungssendungen umfunktioniert werden. Der Bürger hält die Wahl zwischen 30 verschiedenen Automarken, Privatversicherungen, Reisezielen und Klodeckeln für "Freiheit". Aber selbst diese Freiheiten können sich die immer größeren einkommensschwachen Teile der Bevölkerung immer weniger leisten. Das ist offensichtlich beabsichtigt, wenn es in der Regierungserklärung der Bundeskanzlerin Angela Merkel heißt: "Wir können den schwachen dann und nur dann etwas abgeben, wenn wir starke haben, die alle anderen mitziehen."

Die Freiheit immer größerer eile der Bevölkerung besteht offensichtlich darin, die Starken zu bitten, ihnen etwas "abzugeben" und sie "mitzuziehen". Der Sozialstaat als Mitleidsveranstaltung der Reichen. Diese Freiheit soll dann anderen Staaten unter Waffengewalt aufoktroyiert werden. Man sagt Freiheit und meint Kapitalismus, Wirtschaftsfreiheit.


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F. Stabarabatschebek
Gast in den ödp Forum
20-02-08, 20:23 Uhr (MEZ)
 
25. "RE: Freiheit- Zusatzinfo"
 
 
   http://de.wikipedia.org/wiki/Freiheit
http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftsfreiheit
http://de.wikipedia.org/wiki/Meinungsfreiheit
http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialstaat
http://de.wikipedia.org/wiki/Angela_Merkel


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Zitat
Gast in den ödp Forum
19-02-08, 20:09 Uhr (MEZ)
 
22. "Finanzierbarkeit"
 
 
   Die mangelnde Allzweckkeule. Wird immer dann benutzt, wenn Versuche abgewehrt werden sollen, die schleichende, lautlose Umverteilung von unten nach oben zu bremsen. Da sich seit 1971 in Deutschland das Bruttoinlandsprodukt BIP mehr als verdoppelt, der Exportüberschuß mehr als versiebenfacht und die privaten Geldvermögen mehr als verdreizehnfacht haben, gibt es praktisch nichts, was nicht bei richtiger mühelos finanziert werden könnte.

Mangelnde Finanzierbarkeit wird z.B. der Forderung nach einem gesetzlich garantierten Grundeinkommen entgegengehalten. Tatsächlich ließen sich zwei Drittel davon mühelos durch Zusammenfassung und Entbürokratisierung bereits bestehender Transfereinkommen finanzieren. Das gilt vor allem dann, wenn Rentenbeiträge als Solidarbeitrag begriffen werden und nicht mehr als Kapitallebensversicherung, wozu uns die Politiker (Mit Ausnahme des NRW- Ministerpräsidenten) ja neuerdings drängen. das restliche Drittel müßte allerdings mit dem rasant zunehmenden Geld finanziert werden, das leistungslos von den immer mehr Maschinen verdient wird und von dem die Bevölkerung bisher nichs abbekommt.


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F. Stabarabatschebek
Gast in den ödp Forum
19-02-08, 20:16 Uhr (MEZ)
 
23. "RE: Finanzierbarkeit- Zusatzinfo"
 
 
   http://de.wikipedia.org/wiki/Grundeinkommen

http://de.wikipedia.org/wiki/Finanzpolitik


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Zitat
Gast in den ödp Forum
18-02-08, 19:02 Uhr (MEZ)
 
19. "Exponentielles Wachstum"
 
 
   Exponentielles Wachstum des Sozialproduktes ist ein Phantom. das reale (d.h. inflationsbereinigte) Wachstum des Bruttoinlandsprodukt stieg in der Br. Deutschland und in Gesamtdeutschland seit 1950 stets nur linear. Es folgt einer leicht ansteigenden Geraden. Das gilt auch für die meisten westlichen Industrieländer. Lediglich das nominelle Wachstum ist leicht exponentiell, und zwar infolge der Inflationsrate. wer also ein real lineares Wachstum fälschlich exponentiell (d.h. in Prozentraten gegenüber dem Vorjahr) angibt, mißt in Wirklichkeit fast nur die Inflationsrate. Wäre auch das reale Wachstum tatsächlich exponentiell verlaufen, hätten wir eine Umweltkatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Warum wird es dann fälschlich exponentiell gemessen? Weil dann bei einem nur linearen Anstieg die Prozentrate ständig sinkt und damit das dauernde Krisengejammer und das Ansteigen der Arbeitslosigkeit begründet werden kann.

Auch ein linearer Anstieg des BIP führt zu dessen ständigem Anstieg, der zu Beginn sogar größer sein kann als ein exponentieller. Während ein "exppoonnnneeeeetttttttttiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeeellllllllllllllllllllleeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeesssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssss Wachstum" zu einer verdoppelung nach jeweils gleichen Zeitschritten führen würde (1,2,4,8,16,32,64,128,....) bleiben beim "lliinneeaarreenn Wachrum" die Zuwächse nach gleichen Zeitschritten gleich (1,2,3,4,5,6,7,8,9,10.....).

Mißt man den linearen Anstieg des Sozialproduktes exponentiell, so mißt man seismographische der Zuwachsgeschwindigkeit. Man suggeriert ein Auf und ab der Wirtschaftsentwicklung, daß es so nicht gibt, das aber durch unzählige grafische Darstellungen solcher "Kondratieffschen Wellen" geistert. Der so suggerierte periodische Rückgang wird dann als "abnehmendes Wachstum bezeichnet. Damit kann man das dauernde unbegründete, Krisengejammer legitimieren, die Arbeitslosigkeit begründen und die leistungslose Geldvermehrung verschleiern.


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F. Stabarabatschebek
Gast in den ödp Forum
18-02-08, 19:07 Uhr (MEZ)
 
20. "RE: Exponentielles Wachstum"
 
 
   >Exponentielles Wachstum des
>Sozialproduktes ist ein Phantom.
>das reale (d.h.
>inflationsbereinigte) Wachstum
>des Bruttoinlandsprodukt stieg in
>der Br. Deutschland und in
>Gesamtdeutschland seit 1950 stets
>nur linear. Es folgt einer leicht
>ansteigenden Geraden. Das gilt
>auch für die meisten westlichen
>Industrieländer. Lediglich das
>nominelle Wachstum ist leicht
>exponentiell, und zwar infolge
>der Inflationsrate. wer also ein
>real lineares Wachstum fälschlich
>exponentiell (d.h. in
>Prozentraten gegenüber dem
>Vorjahr) angibt, mißt in
>Wirklichkeit fast nur die
>Inflationsrate. Wäre auch das
>reale Wachstum tatsächlich
>exponentiell verlaufen, hätten
>wir eine Umweltkatastrophe
>unvorstellbaren Ausmaßes. Warum
>wird es dann fälschlich
>exponentiell gemessen? Weil dann
>bei einem nur linearen Anstieg
>die Prozentrate ständig sinkt und
>damit das dauernde Krisengejammer
>und das Ansteigen der
>Arbeitslosigkeit begründet werden
>kann.
>
>Auch ein linearer Anstieg des BIP
>führt zu dessen ständigem
>Anstieg, der zu Beginn sogar
>größer sein kann als ein
>exponentieller. Während ein
>"exppoonnnneeeeetttttttttiiiiiiii
ieeeeeeeeeeeeeeeeeeellllllllllllll
llllllleeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee
eeeeeeeeeeeeeeesssssssssssssssssss
ssssssssssssssssssssssssssssssssss
ssss
>Wachstum" zu einer verdoppelung
>nach jeweils gleichen
>Zeitschritten führen würde
>(1,2,4,8,16,32,64,128,....)
>bleiben beim "lliinneeaarreenn
>Wachrum" die Zuwächse nach
>gleichen Zeitschritten gleich
>(1,2,3,4,5,6,7,8,9,10.....).
>
>Mißt man den linearen Anstieg des
>Sozialproduktes exponentiell, so
>mißt man seismographische der
>Zuwachsgeschwindigkeit. Man
>suggeriert ein Auf und ab der
>Wirtschaftsentwicklung, daß es so
>nicht gibt, das aber durch
>unzählige grafische Darstellungen
>solcher "Kondratieffschen Wellen"
>geistert. Der so suggerierte
>periodische Rückgang wird dann
>als "abnehmendes Wachstum
>bezeichnet. Damit kann man das
>dauernde unbegründete,
>Krisengejammer legitimieren, die
>Arbeitslosigkeit begründen und
>die leistungslose Geldvermehrung
>verschleiern.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kondratieffsche_Welle
http://de.wikipedia.org/wiki/Exponentielles_Wachstum
http://de.wikipedia.org/wiki/Lineares_Wachstum


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F. Stabarabatschebek
Gast in den ödp Forum
18-02-08, 19:15 Uhr (MEZ)
 
21. "RE: Exponentielles Wachstum"
 
 
   http://de.wikipedia.org/wiki/Kondratjew-Zyklen


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Gast in den ödp Forum
16-02-08, 23:14 Uhr (MEZ)
 
17. "Dienstleistungsgesellschaft"
 
 
   Einer der unsinnigsten Begriffe der modernen Ökonomie. Danach soll der rasante Verlust von Industriearbeitsplätzen nageblich durch Dienstleistungsarbeitsplätze wettgemacht werden. Tatsächlich ist der Abbau von Arbeitsplätzen hier längst genau so groß, wenn nicht noch größer. Scheinzuwächse entstehen lediglich, indem z.B. die boomende Zeitarbeitsbranche einfach dem Dienstleistungssektor zugerechnet wird. Der Abbau von Dienstleistungsarbeitsplätzen erfolgt nicht nur durch Rationalisierung und Computerisierung, sondern vor allem durch unbzahltes Abwälzen von Arbeit auf den Kunden.

Statt einer Dienstleistungsgesellschaft entsteht die "Selbstbedienungsgesellschaft": Selbstbedienungsläden, Selbstbedienungsresaturants, Selbstbedienung der Wirtschaftsbosse und der Politiker, Selbstwählen unsinniger Bandauskünfte, Selbstablieferung von Paketen an Paketstationen, selbstmonatage der Möbel, Selbstausfüllen von immer mehr computerlesbaren Fragebögen, Selbstbuchung von Tickets, Selbsthilfegruppen, Onlinebanking und immer weniger Filialen, Haltestellen und Briefkästen, immer weitere Wege.

Immer mehr Leistungen, Kosten und Transportvorgänge werden ohne Gegenleistung den Kunden auferlegt. Immer mehr Personal wird zugunsten der Schareholder und zulasten der Kunden eingespart. Überall werden die Schlangen an den Kassen und Schaltern immer länger. Auch der Staat versteht sich immer weniger als "Dienstleister". er tauft zwar seine Ämter in "Bürgerbüros" und "Service-Agenturen" um, wälzt aber immer mehr auf seine Verantwortung auf seine Wähler und auf die Privatwirtschaft ab, die nun für Arbeits-, Einkommens- und Obdach - losigkeit die Eigen- oder Selbstverantwortung tragen. es kommt die private Eigenverantwortungsgesellschaft. Je größer Versagen und Selbstentmachtung des Staates, desto größer die Privatisierungs- und Heilsversprechungen.


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kehcstaratS xileF
Gast in den ödp Forum
16-02-08, 23:19 Uhr (MEZ)
 
18. "RE: Dienstleistungsgesellschaft - Zusatzinfo"
 
 
   http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitarbeit
http://de.wikipedia.org/wiki/Shareholder
http://de.wikipedia.org/wiki/Dienstleistungsgesellschaft


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Gast in den ödp Forum
16-02-08, 04:47 Uhr (MEZ)
 
15. "Aufholjagd"
 
 
   Es wird ständig suggeriert, die Entwicklungsländer würden uns mit ihren hohen wachstumsraten demnächst wirtschaftlich überholen (siehe "Angreiferstaaten"). das trifft für China tatsächlich zu, für Indien schon weniger. Bei den meisten anderen Entwicklungsländern ist tatsächlich das gegenteil der Fall:

Trotz ihrer höheren Wachstumsraten holen sie nicht nur nicht auf - sie fallen vielmehr noch jahrzehntelang immer weiter gegenüber den Industrieländern zurück. Selbst bei hohen Wachstumsraten bleibt der Kopfzuwachs ihres Sozialproduktes weit geringer, als bei hohem Sozialprodukt und geringer Wachtsumsrate. Selbst wenn die Entwicklungs- und Industrieländer ihr derzeitiges Wachstum beibehalten, würde z.B. Indonesien noch 81 Jahre lang immer weiter zurückfallen. Erst danach würde die Kurve seines pro Kopf- Sozialproduktes zum 1. Mal beginnen, sich der der Industrieländer wieder anzunähern. Bei vielen anderen Ländern, wie Kongo, Tadschikistan oder Moldawien wird einen solche Wende mit den heutigen Daten überhaupt nie erreicht.


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kehcstaratS xileF
Gast in den ödp Forum
16-02-08, 04:51 Uhr (MEZ)
 
16. "RE: Aufholjagd - Zusatzinfo"
 
 
   http://de.wikipedia.org/wiki/Entwicklungsland
http://de.wikipedia.org/wiki/Industrieland
http://de.wikipedia.org/wiki/China
http://de.wikipedia.org/wiki/Indien


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15-02-08, 04:08 Uhr (MEZ)
 
13. "Arbeitsmarkt"
 
 
   Den gibt es nicht. Ein Markt setzt voraus, daß die Marktteilnehmer Angebote ablehnen können. Das wird spätestens durch die "Hartz- Gesetze" der Sozialdemokraten formal vereitelt. Anstatt das immer geringere Arbeitsplatzangebot durch Arbeitszeitverkürzung gerecht zu verteilen, wurde ein Arbeitszwang, eine Art Arbeitsdienst für Billiglohn eingeführt. Reichen die Billiglöhne der Arbeitgeber zum Leben nicht aus, wird dies mit Steuermitteln ausgeglichen, um die Arbeitgeber zu entlasten (Arbeitslosengeld II für sog. "Aufstocker").


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kehcstaratS xileF
Gast in den ödp Forum
15-02-08, 04:14 Uhr (MEZ)
 
14. "RE: Arbeitsmarkt Zusatzinfos"
 
 
   http://de.wikipedia.org/wiki/Markt
http://de.wikipedia.org/wiki/Hartz-Konzept
http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosengeld_II
http://de.wikipedia.org/wiki/Billiglohn
http://de.wikipedia.org/wiki/Aufstocker


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Zitat
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14-02-08, 04:10 Uhr (MEZ)
 
11. "Arbeitsosigkeit"
 
 
   Während im Zuge der Industrialisierung das Geld immer mehr durch Maschinen verdient wird, versucht die Politik diese Befreiung von menschlicher Arbeit als Fehlentwicklung darzustellen, als die Katastrophe "Arbeitslosigkeit".

Der ursprüngliche Jahrtausendtraum der Menscheit von der Befreiung von Arbeit durch die Maschine wird zum Alptraum, weil Arbeitseinkommen und Sozialsysteme ausgerechnet an die zurückgehende Arbeit und nicht die steigende maschinelle Wertschöpfung gekoppelt werden. Im Ggt., die Politik verunglimpft Unternehmer, die diese Befreiung vorantreiben. Sie führt Arbeitslosigkeit auf Faulheit zurück, die durch "Arbeitsbeschaffung" (siehe weiter unten) und Zwangsmaßnahmen zu überwinden gelte. Sie prophezeit seit 1965 ständig die unmittelbar bevorstehende "Weder auf dem Arbeitsmarkt", die aber noch nie gekommen ist und auch nie kommen wird. Die Arbeitsbeschaffung durch Maschinisierung und Automation läßt sich prinzipiell nicht durch "Arbeitsbeschaffung" kompensieren.


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kehcstaratS xileF
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14-02-08, 04:13 Uhr (MEZ)
 
12. "RE: Arbeitsosigkeit Zusatzinfo"
 
 
   http://de.wikipedia.org/wiki/Wertsch%C3%B6pfung
http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosigkeit
http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitseinkommen
http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsmarkt


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kehcstaratS xileF
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13-02-08, 03:33 Uhr (MEZ)
 
5. "Arbeitsbeschaffung"
 
 
   Der Begriff geht von der Vorstellung aus, daß es stets genügend Arbeitsvorrat gibt, auf den zurückgegriffen werden kann. Richtig ist, daß es aufgrund der notorischen Unterfinanzierung des Staates eine Fülle staatlicher Aufgaben, die schlecht oder gar nicht erledigt werden:
-Kindergärten
-Bildung
-Altenpflege
-ökologischer Umbau
-Lebensmittelkontrolle
-Gesundheitsvorsorge
-Natur-, Landschafts-, Hochwasser- und Klimaschutz
-Hilfe für die 3. Welt
.....

Diese unerledigten gesellschaftlichen Arbeiten werden jedoch längst übertroffen von einer Fülle von überflüssiger oder sogar schädlicher Beschäftigung im Privaten Profitbereich:
-Verschwendung
-Verdummung
-Verpackung
-Vergiftung
-verlogene Werbung
-Bürokratie
-Büroflächenleerstand
-sinnlose Transporte
-Naturzerstörung
-Rüstung
-Kriege
.....

Dieser Zustand kann nicht dadurch überwinden werden, daß ein paar Akademiker zum Laubfegen abgestellt werden, sondern nur, indem die Unterfinanzierung des Staates und die Überfinanzierung privater Kapitalmacht beseitigt werden, und das heißt, indem die leistungslose Vermehrung der privaten Geldvermögen abgestellt wird (Zinseszins, HegeFonds, Private Equity, u.a.m.).

Aber selbst dann gilt: Eine so genannte "Vollbeschäftigung" wird es in den westlichen Industriestaaten nie wieder geben. Die Arbeitsabschaffung durch Automaten und Maschinen kann niemals durch Arbeitsbeschaffung und Arbeitserfindung kompensiert werden.


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kehcstaratS xileF
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13-02-08, 03:40 Uhr (MEZ)
 
6. "RE: Arbeitsbeschaffung: Begriffsklärungen"
 
 
   http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsbeschaffung
http://de.wikipedia.org/wiki/Kapital
http://de.wikipedia.org/wiki/Zins
http://de.wikipedia.org/wiki/Hedge_Fond
http://de.wikipedia.org/wiki/Private_Equity
http://de.wikipedia.org/wiki/Vollbesch%C3%A4ftigung


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kehcstaratS xileF
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12-02-08, 03:46 Uhr (MEZ)
 
3. "Arbeitnehmer"
 
 
   Arbeitnehmer heißt nicht derjenige, der Arbeit nimmt, sondern derjenige, der sie gibt. Arbeitgeber heißt dagegen nicht derjenige, der sie vom so genannten Arbeitnehmer nimmt. Die Begriffe werden verdreht, weil geben seliger ist, als Nehmen, Arbeitgeber immer seliger sein wollen als Arbeitnehmer, Arbeitgeber nicht zugeben wollen, daß sie immer nur nehmen und - wenn sie schon ausnahmsweise einmal geben, dann nur 5 Euro aus der Uhrentasche.


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kehcstaratS xileF
Gast in den ödp Forum
13-02-08, 03:43 Uhr (MEZ)
 
7. "RE: Arbeitnehmer: Begriffserklärungen"
 
 
   http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitnehmer
http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitgeber


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kehcstaratS xileF
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12-02-08, 03:55 Uhr (MEZ)
 
4. "RE: Arbeitnehmer"
 
 
   Zu dem Absatz habe ich meine Fragen! Wo würden denn Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz finden, wenn es keine guten Unternehmer gäbe? Das es unter den Unternehmern zahlreiche schwarze Schafe gibt, steht außer Frage, es gibt aber auch viele, die alles tun, um ihren Betrieb und seine Arbeitsplätze zu erhalten. Der Arbeitgeber nimmt zwar die Arbeit an, gibt aber den Arbeitsplatz.

Was Unternehmer noch besser machen müssen: Sie müssen von der Politik Markt- und Wirtschaftsregeln einfordern, die gerechte Löhne ermöglichen. Sozialdumping und Umweltzerstörung muß unlauterer Wettbewerb werden. Wer soll den die Produkte kaufen, wenn überall die Löhne gedrückt werden? Aber wer kauft unsere unter besseren Bedingungen hergestellten Produkte, wenn es aus anderen Quellen gleiche Ware zu Dumpingpreisen gibt, u.a. hergestellt in China bei 7 tage Woche a 12 Stunden/Tag.


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kehcstaratS xileF
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11-02-08, 09:49 Uhr (MEZ)
 
2. "Angreiferstaaten"
 
 
   Von Gabor Steingart geprägter Begriff (Spiegel 37/06). Die westl. Industriestaaten würden über kurz oder lang zu Verliererstaaten, wenn sie weiter versuchten den straff und rücksichtslos gelenkten asiatischen Staatswirtschaften durch bloße Marktliberalität entgegenwirken.

Das ist zweifellos gegenüber Ländern wie China und Indien richtig. Für andere Entwicklungsländer gilt dies überhaupt nicht (siehe "Aufholjagd"). Bezweifelt werden muß auch, daß dies ein Kampf "vertikalen" Staaten ist. Vielmehr handelt es sich hier längst um den "horizontalen Kampf globaler und mobiler Kapitalmacht und den Bevölkerungen", zwischen leistungsloser "Geldvermehrung" und Arbeit. es ist schließlich gleichgültig, ob der Sieg des Kapitals und die Verarmung der Bevölkerungen über Marktmechanismen oder Staatslenkung erreicht wird.

Auch in China sind westliche Investoren die Gewinner und eine Milliarde Bauern die Verlierer. Auf deren Rücken hat die gelenkte Staatswirtschaft 950 000 000 000 (950 Milliarden) Dollar sinnlos angehäuft. Sie kann sie nicht auf den Markt werfen, ohne das Weltfinanzsystem zum Einsturz zu bringen. Stattdessen machen die reicheren Mittelschichten der USA mit diesem geliehenen Geld ihre letzte große Konsum- Sause.

In dieser Situation sind zwei Szenarien denkbar:
1.) Auch die "Angreiferstaaten" erleben nur vorübergehend ihr 19. Jahrhundert, heben danach ihre Sozialstandards und verlieren sie ihren Angreiferstatus. Oder
2.) Angreiferstaaten und westliche Industriestaaten enden gemeinsam in der gleichen Plutokratie (Reichenherrschaft). es gibt nur noch global agierende Milliardäre und globale Armut auf heutigen chinesischen Niveau. Survival of the richest. Russland und die USA sind diesem Zustand schon sehr nahe.


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kehcstaratS xileF
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13-02-08, 03:47 Uhr (MEZ)
 
8. "RE: Angreiferstaaten: Hintergrundwissen"
 
 
   http://de.wikipedia.org/wiki/Angreiferstaaten
http://de.wikipedia.org/wiki/Plutokratie
http://de.wikipedia.org/wiki/Geldvermehrung
http://de.wikipedia.org/wiki/Weltfinanzsystem


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kehcstaratS xileF
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10-02-08, 15:36 Uhr (MEZ)
 
1. "Abnehmendes Wachstum"
 
 
   In 53 von 57 Jahren waren Bruttosozialprodukt und Wohlstand in der Br. Deutschland größer, als jemals zuvor. Eine geringfügige Abnahme gegenüber dem Vorjahr hat es nur 4 mal gegeben:
1965
1975
1982
1993

In 93% der Fälle (Stand 2008) hat also das Sozialprodukt zugenommen. Dennoch wird fortwährend von "abnehmenden Wachstum" gesprochen, und zwar immer dann, wenn das Sozialprodukt zwar größer geworden ist, die Zunahmegeschwindigkeit aber nicht so groß war, wie im Vorjahr, wenn also die jährliche prozentuale Zuwachsrate etwas geringer war. Die suggerierte Abnahme fand also ebenfalls in einer mmathematischen Ableitung statt.

Der irreführende begriff des "abnehmenden Wachstums" könnte sprachlich wohlwollend gedeutet werden als "vorübergehendes Geringerwerden der ständigen Zunahme des Sozialproduktes".

Auch dann hat es mit der tatsächlichen Wirtschaftsleistung wenig zu tun. Diese fiktive Konstruktion eines "abnehmenden Wachstums" soll verschleiern, das es in Wirklichkeit dauernd Zuwächse gab, die nur nicht angemessen verteilt wurden. Sie wurde abgeleitet aus der ebenfalls fiktiven Konstruktion des sogenannten "Exponentiellen Wachstums".


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kehcstaratS xileF
Gast in den ödp Forum
13-02-08, 03:50 Uhr (MEZ)
 
9. "RE: Abnehmendes Wachstum: Zusatzwissen"
 
 
   http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftswachstum
http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialprodukt


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kehcstaratS xileF
Gast in den ödp Forum
13-02-08, 04:05 Uhr (MEZ)
 
10. "Sprachtäuschung"
 
 
   http://de.wikipedia.org/wiki/Spracht%C3%A4uschung

http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnther_Moewes


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