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Foren-Gruppen Allgemeine Diskussion Allgemeine Diskussion Beitrag Nr. 258
Beitrag Nr. 258
Kassandra
Gast in den ödp Forum
20-10-09, 00:25 Uhr (MEZ)
 
"Der CO² Budgetansatz als Weltklimavertrag"
 
   Hier ein Beschluss der ÖDP. Was haltet ihr von diesem Ansatz?

"Der CO2-Budgetansatz als Weltklimavertrag"


Wie über eine Ressourcenwährung eine ethisch robuste, ökologisch konkrete und verlässliche Antwort auf Klimaveränderung, Ölfördermaximum und Wirtschaftskrise organisiert werden kann.

Beantwortet werden die Fragen:
Wie können wir wahren Klimaschutz organisieren und eine gerechte Ressourcenverteilung sicherstellen?
Wie kann die Begrenztheit unseres Planeten in einen politischen Rahmen gegossen werden?
Wie kann ein Ausstieg aus der fossilen Wirtschaft gelingen, wie aus dem Ende des billigen Öls Nutzen ziehen?


Dies war der beim Bundesparteitag beschlossene Antrag:

Antrag zum Bundesparteitag der ödp in Bingen am 9./10.5.2009

Der Bundesparteitag möge den wirtschaftspolitischer Teil des Grundsatz- sowie des Europa- und Bundespolitischen Programmes neu fassen und den neuen Punkt „Einführung einer Ressourcenwährung mit persönlichem CO2-Budget“ einarbeiten

Die regulativen Maßnahmen haben zu wenig Biss, die internationalen Vereinbarungen hinken den Erfordernissen weit hinterher, die monetäre Regulierung (über Öko- und Energiesteuern und Emissionshandel) können nicht greifen. Diese Abgaben werden auf die Verbraucher abgewälzt und treffen damit hauptsächlich die unteren Einkommensschichten. Vor allem aber wachsen die Gewinne und der Cash Flow in der immateriellen Wirtschaft (Dienstleistungen, vor allem Finanz-Dienstleistungen, Information und Kommunikation, Medien, Logistik, Lizenzen und Franchises) überproportional. Die gewaltige Kaufkraft, die in diesen Sektoren generiert wird, wirkt und betätigt sich als uneingeschränkter Zugriff auf die schwindenden Ressourcen.

Der Klimawandel, den wir noch vor wenigen Jahren als drohende Gefahr beschworen haben, beginnt, sich zu manifestieren. Wenn es überhaupt noch eine Chance gibt, ihn aufzuhalten, kann dies nur durch eine radikale Umstellung in unserem Stoffwechsel mit der Natur erreicht werden.

Das ödp Konzept

Einführung eines persönlichen CO2-Budgets. Die Höhe des Budgets richtet sich nach dem derzeitigen Pro-Kopf-"Verbrauch" und wird innerhalb von 40 Jahren stetig von 11 Tonnen pro Kopf und Jahr auf die nachhaltig zulässige Menge von zwei Tonnen zurückgefahren. Die CO2-Zuteilung wird auf einer Chipkarte (z.B. EC-Karte) gespeichert, so dass bei jedem Einkauf die in den Waren und Dienstleistungen steckende CO2-Menge abgebucht werden kann.

Begründung

Weder die ödp Ur-Idee einer Steuerreform für Arbeit + Umwelt noch das ansonsten geniale EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) sind in der Lage, das immer krasser werdende Missverhältnis von Kapitalmenge zu realen Naturwerten auch nur ansatzweise umzukehren oder gar für eine (Klima-) gerechte Verteilung der schwindenen (Energie-) Ressourcen zu sorgen. Ein Crash ist damit vorprogrammiert und verlangt einen grundlegenden Systemwechel in der Ausrichtung der Wirtschaft: Die Bindung der Geldmenge an die zur verfügung stehenden Ressourcen.

Es langern noch so viele Kohlenstoffmenge unter Erde, dass deren Verbleib dort durch einen begrenzenden Mechanismus organisiert werden muss.

Das menschliche Wirtschaften wird sehr stark durch den Verbrauch von Energie charaktierisiert. Das Treibhausgas CO2 ist stark repräsentativ für den Energie- und Materialverbrauch. Eine Begrenzung des CO2-Ausstoßes und anderer Naturgüter ist verlässlich zu organisieren. Eine nachhaltige Wirtschaft ist auf Dauer nur auf der Grundlage einer gerechten Verteilung möglich.

Bei 6,5 Milliarden Erdbewohnern gehen viele von einem durch die Erde noch tragbaren persönlichen Budget von 2 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr aus. In den Industrieländern liegt dieser Wert bei etwa 12 Tonnen, in den meisten Ländern des Südens weit unter 2 Tonnen.

Die CO2-Wirtschaft bindet den Naturverbrauch an ein begrenztes Budget von CO2-Emissionen. Damit wird ein verifizierbarer Begriff von Nachhaltigkeit als Steuerungsinstrument in die Wirtschaft eingebaut. Unsere Nutzung von Ressourcen und Lebenserhaltungssystemen wird dann nicht bestimmt durch das, was wir durch menschliche Anstrengung und Kapital maximal in Bewegung setzen können, sondern durch das, was im Sinne eines Budgets maximal an realen Mitteln (Naturvermögen auf nachhaltiger Basis) zur Verfügung steht.

Das Ressourcenbudget revolutioniert den Wirtschaftlichkeitsbegriff. Wirtschaftlich ist nicht mehr, was Geld spart, sondern was das Naturvermögen schont. Das Konzept einer CO2-Wirtschaft bestimmt die Obergrenze der individuellen Entnahme aus dem als gemein anzusehenden Fonds der lebensnotwendigen Mittel und garantiert damit die Zugriffsmöglichkeit auf diese Mittel für die anderen. Die Ressourcenwährung ist die globale Landreform (Ökologischer Fußabdruck). Es geht darum, die Ansprüche der einen so weit zu beschränken, daß den anderen Raum bleibt oder freigemacht wird zum Leben.

Eine bounded economy (eine durch ein unvermehrbares Tauschmittel begrenzte Wirtschaft) verhindert, daß monetäre Wertschöpfung automatisch zu Ansprüchen an realen Ressourcen wird. Die strikte Trennung zwischen einer realen und einer imaginären Sphäre, dem Reich der sättigbaren und dem Reich der unsättigbaren Bedürfnisse, sorgt dafür, daß zwar imaginäres mit imaginärem Geld (Papiergeld) gekauft und bezahlt werden kann, aber Reales mit realem Geld (Ressourcenguthaben) bezahlt werden muß. Dadurch, daß das Ressourcenguthaben über die Jahre auf ein nachhaltiges Niveau sinkt, wird die Überforderung der Lebenserhaltungssysteme zuverlässig zurückgefahren.

Das persönliche CO2-Kontingent, das vom derzeitigen Stand von 11 Tonnen CO2 pro Jahr ausgeht, wird im Lauf der nächsten 40 Jahre linear auf die zwei Tonnen heruntergefahren, die nach Ansicht der Klimawissenschaftler nachhaltig vertretbar sind. Das CO2-Kontingent wird jedes Jahr (ggf. auch in kürzeren Abständen) jedem Einwohner eines Landes zugeteilt. Bei jedem Einkauf und bei der Bezahlung jeder Dienstleistung wird ihm neben dem Preis in Geld die CO2-Menge, die mit der Produktion und Lieferung des Artikels verbunden war, von seinem CO2-Konto abgebucht. (Anmerkung: CO2 steht stellvertretend für die wichtigsten Treibhausgase; das CO2-Kontingent muss daher auch Methan und Lachgas als CO2-Äquivalent enthalten).

Die Ökosteuer (= Steuerreform für Arbeit und Umwelt) ist gut und richtig. Sie droht jedoch, sich in isolierten Effizienzsteigerungen zu erschöpfen, wobei Ressourcenverbrauch und Umweltzerstörung weiter steigen. So sind z.B. fast alle Produkte der synthetisierenden Petrochemie ein unsinniger Gegenstand der Materialoptimierung. Ebenso ist es fragwürdig, Elemente eines Techniksystems zu optimieren, wenn das System selbst zu den Problemerzeugern gehört. Beispiel: das energie- und materialoptimierte Auto. Das System der individuellen Massenmotorisierung ist hier das Problem. Effizienzsteigerungen werden durch den Masseneffekt kompensiert. Daher wird durch diesen Beitrag vorgeschlagen, diese Vision in die ödp-Programmatik einzubauen und dadurch gesellschaftlich weiterzubringen.

Literatur: Lothar Mayer: Ausstieg aus dem Crash, Entwurf einer Ökonomie jenseits von Wachstum und Umweltzerstörung ( http://www.lothar-mayer.de )

Siehe auch: www.ecoequity.org

Beschluss der Kreishauptversammlung vom 7.8.2008
mit 5/0/0 (Ja/Nein/Enthaltungen)

J. O.

Kreisvorsitzender


Weitere Textbausteine zur Erklärung

Wenn man wirklich ernsthaft die Emissionen von Kohlendioxid reduzieren will, gibt es eine Methode, die alle anderen wie Gesetzen und Selbstverpflichtungen, Verordnungen und Verboten weit in den Schatten stellt: die Einführung eines persönlichen CO2-Kontingents. Bei jedem Einkauf und bei der Bezahlung jeder Dienstleistung wird ihm neben dem Preis in Geld die CO2-Menge, die mit der Produktion und Lieferung des Artikels verbunden war, von seinem CO2-Konto abgebucht. CO2 steht stellvertretend für die wichtigsten Treibhausgase; das CO2-Kontingent muss daher auch Methan und Lachgas als CO2-Äquivalent enthalten.

Für die praktische Einführung eines CO2-Budgets sind alle technischen Voraussetzungen vorhanden. Das persönliche Guthaben ist auf der persönlichen Chipkarte gespeichert. Der Laser-Scanner im Supermarkt oder an der Tankstelle liest neben dem Strichcode für den Preis einen zweiten Strichcode für den CO2-Gehalt vom Etikett der Waren oder vom Kassenzettel ab, und der angeschlossene Kartenterminal belastet die eingelegte Karte entsprechend.

Der Antrag auf eine ressourcenbegrenzte Wirtschaft ist ein visionärer, aber sehr logischer und einfacher Ansatz, das gesamte wirtschaftliche Tun neu auszurichten und auf wirkliche Nachhaltigkeit zu programmieren.

Die CO2 Wirtschaft ist der goldrichtige Ansatz, den Großangriff auf unsere Lebenserhaltungssysteme abzuwehren.

Die ab jetzt beginnende Knappheit auf dem Öl- und Gasmarkt mit der gleichzeitig beginnenden Nahrungsmittelknappheit wird zusammen mit dem Klimaproblem auf einfache Weise miteinander verknüpft und ursächlich behoben. Zudem wird unser Zinsproblem, bei dem sich Geld stetig vermehrt bei gleichzeitig schrumpfendem Naturkapital gelöst und unsere immer weiter grassierende stark mangelndeVerteilungsgerechtigkeit wird umgekehrt.

Das ödp Wirtschaftsprogramm ist nicht ausreichend, um diesen globalen Schadtendenzen einen tragfähigen und wahrhaftige Gegenentwurf, der diese Probleme an der Wurzel angeht, entgegenzustellen. Verkürzt gesagt, reicht es nicht, Ökosteuern zu erheben und nur auf ökosoziale Marktwirtschaft zu setzen.

Das Ziel, der Wirtschaft Begrenzung aufzuerlegen, ist m.E. alternativlos, wird aber seltsamerweise nirgendwo gefordert.

Nach dem jetzigen Modell ohne ein Begrenzungsinstrument für die Wirtschaft, steuern wir einem sicheren Crash zu.

Das CO2-Guthaben wird (ausgehend vom heutigen Stand) jährlich jedem Bürger zugeteilt. Es bildet zusammen mit dem Einkommen die Grundlage der Verbraucherausgaben - als ein zweites, an eine reale Ressource gebundenes Zahlungsmittel. Aus diesem Budget muss bei jedem Einkauf der CO2 -'Verbrauch' bezahlt werden, der bei der Erzeugung der entsprechenden Güter und der Bereitstellung der entsprechenden Dienstleistung verursacht wurde.

Die Entscheidung für ein CO2-Kontingent führt nicht nur zuverlässig zu der notwendigen Senkung der CO2-Emissionen, sondern sie setzt neue Randbedingungen, die für Wirtschaft und Gesellschaft solide Anreize für eine zukunftsfähige Entwicklung bieten.

Alle machen mit - es ist keine Frage des Anstands oder der besseren Einsicht (die wenigen, die sich davon leiten lassen, können das Ruder nicht herumreißen).

Es schafft die langfristige Planungssicherheit, die von der Industrie immer verlangt wird - und die den langfristigen Strukturwandel ermöglicht (1)
Beschäftigungswirkung: Arbeit wird billiger als Energie (in CO2 ausgedrückt) (3)
wird ganz von selbst zum Maßstab für die technische Optimierung(4)
technische Errungenschaften, technische Bestleistungen werden neu definiert (5)
Die CO2-limitierte Gesellschaft wird in wenigen Jahren auf dem Weg zur Solargesellschaft sein (6)
Sozial und ökologisch nachteilige Wirkungen der Globalisierung werden vermieden oder abgefedert (7)
Entwicklungsschub für die lokale/regionale Ökonomie (8)
Gerechtigkeit - global und innerstaatlich (9)
stellt beim Verbraucher eine unmittelbare Verbindung her zwischen Geldausgeben und Naturverbrauch, schärft seine Wahrnehmung, sein Bewusstsein (10)
Marktnähe: Die CO2-Wirtschaft ist keine Bedrohung für Marktwirtschaft, sie ermöglicht ihr im Gegenteil eine freie ökologisch verantwortbare Entfaltung (11)
stellt ein zugleich machbares und nachahmenswertes Modernisierungsmodell für Schwellen- und Entwicklungsländer dar (12)
Die CO2-Wirtschaft bindet den Naturverbrauch an ein begrenztes Budget von CO2-Emissionen. Damit wird ein operationaler und verifizierbarer Begriff von Nachhaltigkeit als Steuerungsinstrument in die Wirtschaft eingebaut. Unsere Nutzung von Ressourcen und Lebenserhaltungssystemen wird dann nicht bestimmt durch das, was wir durch menschliche Anstrengung, Intelligenz und Kapital maximal in Bewegung setzen können, sondern was, im Sinne eines Budgets, maximal an realen Mitteln (Naturvermögen auf nachhaltiger Basis) zur Verfügung steht.

Mit dem Ressourcenbudget wird ein Feedback, ein Steuerungsmechanismus installiert, der die Knappheits- und Stresssignale, die irgendwann in massiver, lebensbedrohender Form von der Biosphäre kommen werden, in die Gegenwart verlegt und in der Gegenwart wirksam werden lässt. Das heißt in einer Zeit, in der wir noch nicht durch katastrophale Zusammenbrüche handlungsunfähig geworden sind und noch unter günstigen sozialen Bedingungen mit Anpassungen unserer Verhaltensweisen reagieren können; und vor dem point of no return, an dem das Klima, von positiven Rückkopplungsschleifen angetrieben, einen Pfad einschlägt, von dem es kein Zurück gibt.

Gegen die Einführung eines CO2-Kontingentes wird es, wie immer in solchen Fällen, laute Proteste und heftige Einreden geben. Die meisten sind ebenso kurzsichtig und von Partikularinteressen geleitet, wie dies bei der Einführung des Katalysators oder beim Verbot von Asbest der Fall war. Gewichtiger erscheint der Hinweis, dass ein Alleingang Deutschlands oder Europas nichts nützt, wenn die übrige Welt, allen voran die USA und China, so weiter machen wie bisher.

Der Einwand ist berechtigt und nicht von der Hand zu weisen - auf den ersten Blick. Aber was haben wir zu verlieren, wenn wir mit diesem Schritt zur Selbstbegrenzung die einzigen bleiben? Wir würden voraussichtlich einige Nachteile erleiden, indem wir wirtschaftlich hinter den anderen Industrienationen zurückfallen - in den wenigen Jahrzehnten oder vielleicht auch Jahren, in denen die Begriffe Wirtschaftswachstum und Anstieg des Sozialprodukts noch eine positive Bedeutung haben, bevor man sie nur noch mit dem Fluch assoziiert, der die zivilisierte Menschheit in die barbarischsten Zeiten gestürzt hat, die sie je erlebt hat.

Aber es gibt einen anderen, viel wahrscheinlicheren Verlauf: Wenn die in vieler Hinsicht zivilisierteste Region der Welt, das alte Europa, auf einen Pfad der selbst gewählten Begrenzung einschwenken würde, würde sie innerhalb weniger Jahre Nachahmer auf allen Kontinenten finden.

Erstens würde diese Entscheidung einen fantastischen Technologie- und Innovationsschub auslösen - die energiesparenden und CO2-freien Energiesysteme, in denen Europa ohnehin schon führend ist, würden dank der Nachfrage aus der ganzen Welt geradezu explodieren.

Zweitens würde sich damit ein Modell abzeichnen, das den Entwicklungs- und Schwellenländern zum ersten Mal einen realistischen Entwicklungspfad anbieten würde. Welches Land könnte es sich, im Zeichen der knapper werdenden fossilen Energieträger und der steigenden Flut der bedrohlichen Klimaereignisse, noch leisten, diesen Pfad nicht einzuschlagen? Die Führungskader, die die Aufholjagd Chinas organisieren, sind nicht weniger aufgekärt als ihre westlichen Gegenspieler. Sie wissen sehr wohl - und sie sehen jeden Tag, wenn sie durch die Straßen Beijings in ihre Büros fahren -, dass der rasante Modernisierungskurs ihres Landes geradeswegs gegen die Wand führt. Sie halten - gegen ihr eigenes besseres Wissen - an diesem Kurs nur deshalb ratlos und verzweifelt fest, weil es keine vorzeigbare Alternative gibt.

Es gibt also sehr gute Gründe dafür, mit dem Ausstieg aus dem Klima-Crash heute zu beginnen - morgen könnte es zu spät sein.

Umsetzung

In einem nachhaltigen Regime kann die Biosphäre global etwa 11 Milliarden Tonnen Kohlendioxid pro Jahr aufnehmen und verarbeiten. Diese sehr konkrete, belastbare Existenzgrundlage wird allen Menschen als Grundbedürfnisbudget in Form von zwei Tonnen CO2 pro Kopf pro Jahr zugeteilt (one person, one emission right). Selbstverständlich kann dies nicht von einem Tag auf den anderen und auch nicht von einem Jahr zum nächsten geschehen. In der praktischen Realisierung würde jedes Land mit seiner aktuellen Pro-Kopf-Quote beginnen (ca. 11 Tonnen CO2/Kopf in Europa und den meisten Industrieländern, ca. 22 Tonnen in USA); diese Quote verringert sich jährlich um 2,5 %, so dass alle Länder am Ende einer Übergangszeit von 40 Jahren bei 2t/Kopf/Jahr konvergieren.

Auf der Angebotsseite sind alle Güter und Dienstleistungen mit der CO2-Belastung ausgezeichnet, die bei ihrer Produktion und ihrer Verteilung anfallen. Ebenso wie den Preis in €, $ oder ¥ liest der Scanner am Kassenterminal die CO2-Belastung von den Etiketten ab und zieht sie von dem auf der Kredit- oder EC-Karte des Kunden gespeicherten CO2-Guthaben ab.

So viel zur praktischen Umsetzung des Prinzips. Eine ausführliche Darstellung und Begründung finden Sie auf der Website des Autors http://www.lothar-mayer.de/ ). Es würde nur vernachlässigbare Verwaltungskosten nach sich ziehen, da es sich um nichts anderes handelt als einen weiteren Wertstrom, der nach dem Modell der Mehrwertsteuer organisiert und überwacht werden kann. Ein signifikanter Kostenfaktor (auch dieser weit unter dem, was für die Kernenergienutzung oder die Kohlesubventionierung ausgegeben wurde) wäre der Forschungsaufwand, der nötig wäre, um die CO2-Kosten aller Güter und Dienstleistungen zu bestimmen. Es gibt jedoch in Europa umfangreiche Vorarbeiten auf dem Gebiet der Ökobilanzen und Lebenszyklusanalysen, auf die man zurückgreifen könnte. In der Anfangszeit könnte man ohnehin mit groben Schätzungen arbeiten und es den Anbietern überlassen, die nötigen Analysen zu liefern, wenn sie die ihnen zugeschriebene Belastung für überhöht halten.

Der wesentliche Aspekt ist die mikro-ökonomische Wirkung, die von einer so einfachen, wenn auch fundamentalen Modifikation der Randbedingungen ausgeht. Wenn CO2 als Begrenzungsfaktor installiert ist, konzentrieren sich erst gemächlich und dann, wenn das verfügbare CO2-Volumen spürbar schrumpft, immer schneller - die wirtschaftlichen Anstrengungen und ein großer Teil des technischen Innovationspotentials darauf, die energieeffizientesten und umweltfreundlichsten Angebote für die Erfüllung der Grundbedürfnisse anzubieten. Diese Entwicklung wird "voll"automatisch gesteuert durch die Tatsache, dass die CO2-Rechte auf Pro-Kopf-Basis an die Nachfrager verteilt werden.

Das Projekt hat den Vorzug, dass es nicht an die Grundmechanismen der Marktwirtschaft rührt. Der freie Markt, das Privateigentum, der Wettbewerb, das Gewinnstreben, die Preisfindung und Investitionssteuerung durch Angebot und Nachfrage, die die einmalige Dynamik der kapitalistischen Marktwirtschaft ausmachen, können uneingeschränkt ihre Wirkung entfalten. Die entscheidende Innovation ist eine Änderung der Randbedingungen, die für alle in gleicher Weise gilt und damit die Marktwirtschaft unberührt lässt.

Unschätzbar wäre die Friedensdividende des Projekts. Der Druck der Energiekrise, der sich in nicht allzu ferner Zukunft in bewaffneten Konflikten entladen muss, würde in die Entwicklung der weitgehend selbstversorgenden heimischen Solarwirtschaft umgelenkt.

Eine weitere willkommene Nebenwirkung würde darin bestehen, dass dem organisierten Verbrechen der (goldene) Boden entzogen würde. Drogenkartelle und Mafia-Organsisationen, der illegale Waffenhandel und der Handel mit Frauen und Kindern würden uninteressant werden, weil die Milliarden-Dollar-Profite nur noch Spielgeld wären, weil man sich ohne Zugriff auf CO2-Rechte nichts mehr dafür kaufen könnte.



Ergänzende Texte zur Vertiefung

Der wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung schlägt übrigens auch ein CO2-Budget vor, allerdings ohne auszuführen, wie dies umgesetzt werden kann.
http://www.wbgu.de/wbgu_sn2009.pdf

Drei Monate vor dem großen Klimapoker hat nun gestern der Wissenschaftliche Beirat für Globale Umweltveränderungen http://www.wbgu.de/ einen radikalen Entwurf für ein Kopenhagen-Abkommen geliefert: einen 40-Jahre-Plan zur Reduzierung der CO2-Emissionen bis 2050. Der Plan ist mir in seiner Radikalität zum Teil unheimlich, muss ich zugeben, aber zugleich ist er von bestechender Klarheit.

Er geht von drei Prämissen aus:
1. der "Leitplanke" vom 2-Grad-Ziel, nach der eine Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur um zwei Grad in diesem Jahrhundert gerade noch vertretbar ist;
2. der Gleichwertigkeit aller Erdenbürger jeder Mensch bekommt für das Jahr 2050 dasselbe rechnerische CO2-Emissionsrecht von 1 Tonne pro Jahr, ganz gleich ob er in Berlin, New York, Kalkutta oder Addis Abeba lebt;
3. der Einsicht, dass ein individuelles Aushandeln von Emissionszielen für einzelne Staaten, wie in Kioto praktiziert, nicht zum Ziel führen wird.

Soll die 2-Grad-Leitplanke mit einer Wahrscheinlichkeit von 67 Prozent geschafft werden, darf die Welt von 2010 bis 2050 noch 750 Milliarden Tonnen CO2 emittieren (dies ist die softere von zwei Varianten). Die werden nun nach dem voraussichtlichen Anteil eines jeden Landes an der Weltbevölkerung im Jahr 2010 aufgeteilt.

Für folgende Staaten würde das bedeuten, dass sie mit dem CO2-Ausstoß von 2008 noch so viele Jahre weiter emittieren dürften:

Deutschland - 10 Jahre (die Bundesbürger ließen im vergangenen Jahr 0,91 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre verpuffen);
USA - 6 Jahre; Japan - 11 Jahre; China - 24 Jahre; Indien - 88 Jahre; Burkina Faso - 2892 Jahre. Danach wäre

Schluss oder das Ziel bereits verfehlt.

Daraus wird schnell klar, dass vor allem in den Industrieländern sofort eine Klimawende eingeleitet werden muss, um das begrenzte CO2-Kontingent auf die kommenden 40 Jahre zu verteilen.

Des weiteren schlägt der WBGU vor:
– "Die 2-Grad-Leitplanke wird völkerrechtlich verbindlich festgeschrieben."
– "Die Trendumkehr der weltweiten CO2-Emissionen im Zeitraum 2015 - 2020."
– "Alle Länder verpflichten sich, international und objektiv überprüfbare Dekarbonisierungsfahrpläne vorzulegen."
"Zusätzlich werden fur die Länder mit gegenwärtig hohen Pro-Kopf-Emissionen Reduktionsverpflichtungen bis 2020 vereinbart, um eine Verschleppung der Dekarbonisierungsanstrengungen zu verhindern."
Eine Weltklimabank soll diese Fahrpläne auf Machbarkeit überprüfen und beaufsichtigen.

Ich kann mir bereits jetzt lebhaft den Aufschrei vorstellen, den dieses Konzept bei manchen auslösen wird. Nationalistische Verschwörungstheoretiker werden darin vor allem den Fahrplan zu einem Weltstaat erkennen. Andere werden "Klima-Sozialismus" schreien. Fröhliche Apokalyptiker werden sich "Karbon-Kriege" ausmalen, wenn ein Land sein Nachbarland platt macht, um an die nötige Technik (und Ressourcen) zu kommen und dabei gleich noch dessen CO2-Kontingent einzusacken.

Das mit dem "Klima-Sozialismus" ist noch nicht einmal weit hergeholt. Aber wie sonst? Haben wir Bundesbürger mehr Verschmutzungsrechte als zum Beispiel ein Bengale, der von den abzusehenden Folgen viel härter betroffen sein wird? Genau darüber muss jetzt in Kopenhagen geredet werden. Pikanterweise nennen die WBGU-Autoren als Paten der "Klima-Gleichberechtigung" aller Menschen den indischen Premierminister Manmohan Singh und – Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ich freue mich schon darauf, wenn Merkel in der heißen Phase des Wahlkampfs mit dem WBGU-Konzept unter dem Arm durch die Lande tourt und sich den Wählern als "Klima-Sozialismus"-Kanzlerin präsentiert. Schön wäre es. Wahrscheinlich möchte sie nicht einmal daran erinnert werden, dass sie sich für so etwas stark gemacht hat. Aber da hatte sie auf jeden Fall recht.

So konsequent das WBGU-Konzept ist, wäre es aber auch ein Manifest der von mir an dieser Stelle schon einmal mit Argwohn betrachteten "CO2-Religion". Vor der schaudert mich, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass die CO2-Fahrpläne mit einer heiteren Entschlossenheit einhergehen würden. Für mich das große Dilemma beim Klimaschutz.

Denoch braucht sich letztlich niemand Sorgen angesichts der Radikalität des Konzepts zu machen. Es wird nicht kommen. Kopenhagen wird höchstens ein anderes Dilemma demonstrieren, das Gefangenendilemma feilschender Staaten, in dem wieder keine brauchbare Lösung herauskommt.

Aber wie sagte schon Che Guevara: Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.

http://www.bafu.admin.ch/dokumentation/umwelt/06473/06544/index.html?lang=de



Und so habe ich meine bisherigen Vortäge dazu angekündigt:

Die derzeitige Wirtschaftskrise zeigt uns deutlich, dass unendliches Wachstum- in der der Medizin nennt man das Krebs! - nicht möglich ist. Und die Warnzeichen beim Klimawandel und im Hinblick auf die endlichen Energievorräte sind inzwischen unübersehbar geworden.

Deshalb stellen sich viele Fragen, die ein Abend im Rahmen der ÖDP-Vortragsreihe Wege aus der Krise am Freitag, 26. Juni in Lauf aufgreift: Wie können wir eine gerechte Ressourcenverteilung organisieren und wirklichen Klimaschutz sicherstellen? Wie kann der Ausstieg aus der fossilen Wirtschaft organisiert werden, damit er nicht zwischen eigennützigen Interessensvertretern und gekauften Politikern zerrieben wird? Wie kann die Begrenztheit unseres Planeten in notwendige Rahmenbedingungen übersetzt werden? Welche Konsequenzen hätte eine Ressourcenbegrenzte Wirtschaft für uns und unsere Mitwelt?

Der Referent, Entwicklungsingenieur Jürgen Osterlänger aus Emskirchen arbeitet nicht nur beruflich, sondern auch als Kreisrat im Landkreis Neustad/Aisch an einer Zukunftsvision für unsere Welt: Eine Ökonomie jenseits von Wachstum und Umweltzerstörung, die er uns vorstellen und weiterentwickeln möchte.

Wenn es zeitlich und räumlich machbar ist, biete ich mich als Referent an.


Einwände

Frage 1: Was nützt es, wenn Deutschland auf so radikale Weise seine CO2-Emissionen senken würde (mit gerade mal 4 % der weltweiten Emissionen), aber alle anderen machen weiter wie bisher? So etwas geht doch nur, wenn alle Länder mitmachen.

=> http://www.ausstieg-aus-dem-crash.de/?faq:Alleingang%3F


Frage 2: Was passiert, wenn jemand schon im Oktober sein CO2-Guthaben erschöpft hat?
=> http://www.ausstieg-aus-dem-crash.de/?faq:Budget_ersch%F6pft

Frage 3: F: Darf mit CO2-Guthaben gehandelt werden?

=> http://www.ausstieg-aus-dem-crash.de/?faq:CO2-Handel

Frage 4: Durch die CO2-Chipkarte wird der gläserne Mensch geschaffen! Sie ist mit dem Datenschutz absolut nicht vereinbar.

=> http://www.ausstieg-aus-dem-crash.de/?faq:Datenschutz

Frage 5: Wie soll das gehen, eine CO2-Rationierung einzuführen in einer Gesellschaft, die erstarrt ist vor Angst, dass sich etwas verändern könnte, und zwar zum Schlechteren, und damit erreicht, dass es noch viel schlechter wird.

=> http://www.ausstieg-aus-dem-crash.de/?faq:Einf%FChrung_CO2-Kontingent

Frage 6: Was passiert, wenn CO2-Karten gefälscht werden oder andere Methoden zum Betrug mit CO2 auftauchen?

=> http://www.ausstieg-aus-dem-crash.de/?faq:F%E4lschung

Frage 7: Es ist lächerlich, das Entropiegesetz auf die Wirtschaft anzuwenden (ein Einwand, der häufig von Naturwissenschaftlern vorgebracht wird). Was hat dieser Begriff Entropie mit der Beanspruchung und Verschlechterung der Umwelt zu tun? Besteht etwa die Gefahr, dass uns die Abwärme den Garaus macht, die bei allen technischen Prozessen entsteht? Oder: Wie groß ist die Entropievermehrung, wenn ein hochgiftiges Gas wie Sarin in die Umwelt entlassen wird?

=> http://www.ausstieg-aus-dem-crash.de/?faq:Entropie_u._Wirtschaft

Frage 8: Wenn Deutschland oder die EU die Wirtschaft durch ein CO2-Budget steuerten, würden andere Länder dies als Konkurrenzvorteil nutzen und mit ihren weniger umfreundlichen Waren den Markt überschwemmen.
=> http://www.ausstieg-aus-dem-crash.de/?faq:%D6kodumping


Weitere Fragen würden den vorgegebenen Rahmen von 4 Seiten noch mehr spengen. Sie sind im hervorragenden Buch -Ausstieg aus dem Crash (http://www.amazon.de/Ausstieg-%C3%96konomie-jenseits-Wachstum-Umweltzerst%C3%B6rung/dp/3880950938), das zwar schon 10 Jahre alt ist, ab Seite 138 enthalten. Beispiele:

Darf mit CO2-Guthaben gehandelt werden?

Unterschied zum leistungslosen Grundeinkommen / Gleichmacherei /

EEG löst Energieproblematik ausreichend

Das ist ja Kommunismus!

Wenn ich z.B. ein Haus bauen will, kann ich Ressourcenkredit bekommen?

Welche anderen politischen Konzepte gibt es, um die Hauptprobleme Ökocrash, Geldcrash und Sozialcrash zu lösen?

Welchen anderen Parteien interessieren sich für ressourcenbegrenzte Wirtschaft?

Wie könnte eine solche Vision umgesetzt werden?

Wer wären die Gewinner / Verlierer?

Schon zu spät?


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  RE: Der CO² Budgetansatz als Weltklimavertrag, Herbie , 31-10-09, 15:43 Uhr, (5)
     AK sollte mehrgleisig arbeiten, Felix Staratschek , 31-10-09, 16:28 Uhr, (6)
  age of stupid - ein neuer Film, Wicky , 21-10-09, 00:00 Uhr, (1)
     RE: age of stupid - ein neuer Film, Wicky , 22-10-09, 10:14 Uhr, (3)
     CO2- Budget Marktkonform?, zeh-o-zwei , 21-10-09, 23:39 Uhr, (2)
         Peak- Oil- Film- Tip, Kassandra , 26-10-09, 22:24 Uhr, (4)
             Klimafilm, Felix Staratschek , 02-01-10, 09:20 Uhr, (7)
                 RE: Klimafilm, Felix Staratschek , 02-01-10, 09:22 Uhr, (8)

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Herbie
Gast in den ödp Forum
31-10-09, 15:43 Uhr (MEZ)
 
5. "RE: Der CO² Budgetansatz als Weltklimavertrag"
 
 
   Ganz schnell in aller Eile:

Beim Berechnen der CO2 Belastung eines Jokurts oder eines Essens in
einer Wirtschaft wirst Du wahnsinnig, die Fehlerquellen und die Umgehungsmöglichkeiten gehen gegen unendlich. Den Bürokratismus und Kontrollaufwand der hinter sowas stecken muss, den möchte und kann keiner bezahlen.

Das Ganze ist weder national noch international auch nur ansatzweise
einführbar. Ganz generell kann man alle Ideen vergessen die nicht
national eingeführt werden können und dadurch zu internationalem Erfolg führen weil andere Nationen dies nachahmen wollen, weil die einführende Nation knallharte Vorteile hat. Betrachte mal die "Einführung" einer Ächtung von Mienen oder den CO2 Handel. Zwei eigentlich recht einfache Dinge, funktionieren tut überhaupt nichts.

Das Ganze ist auch ein internationales leistungsloses Grundeinkommen. Ich halte vom leistungslosen Grundeinkommen überhaupt nichts. Mal unabhängig davon sollten sich alle mal darüber unterhalten was sie vom
Grundeinkommen halten bevor sie es über 5 Ecken einführen.

Summa sumarum bin ich immer wieder überrascht wie kompliziert die Leute denken. Wer CO2 vermeiden will, der kann CO2 sehr einfach beim Brennstoff besteuern und die Einnahmen zudem zur CO2 Vermeidung einsetzen (inkl. der Vermeidung von sozialen Härten). Alles kein Problem, national mit großen volkswirtschaftlichen Vorteilen verbunden. Zudem muss weder die Gesellschaft noch die internationale Zusammenarbeit "neu erfunden" werden.

Ich kenne einige Vorschläge die in die Richtung eines CO2 Kontos gehen. Es war kein einziger dabei für den es sich auch nur rentieren würde eine Kritik darüber zu schreiben. Das waren alles Kochrezepte nach dem Motto:
" Wie rette ich die Menschheit ohne auch nur eine Minute über das Wesen der Menschheit nachzudenken". Man könnte auch sagen die Verfasser reden gerne und vermeiden dabei das Denken.

Aber ich lasse mich gerne überraschen. Allerdings schade um die Zeit und das Papier wenn da nicht was grundlegend Neues und Geniales kommt.


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Felix Staratschek
Gast in den ödp Forum
31-10-09, 16:28 Uhr (MEZ)
 
6. "AK sollte mehrgleisig arbeiten"
 
 
   Eines ist natürlich wichtig. Neben der Erarbeitung der Theorie, von der unklar ist, wieweit diese angegriffen wird oder nur durch Papierdruck und Mails zum Treibhauseffekt beiträgt, brauchen wir angewandte Umweltpolitik, z.B. einen gut ausgearbeiteten Antrag zur Gründung von sowas wie www.ews-schoenau.de in möglichst vielen Kreisen und Kommunen anzuregen. Das klappt ja unabhängig vom CO2 Budget.

Weiteres, was wir über unsere kommunalen Mandate weiterbringen müssen ist der Faktor 4 ( http://wikipedia.org/wiki/Faktor_4 ).

Wenn da mehrere Kreise und Kommunen durch die Arbeit der ÖDP zu Vorbildkreisen werden, könnte das eine Entwicklung durch die ÖDP auslösen, die erst bundesweit und dann auch weltweit die Energieeffizienz steigert. Das sollte auch unseren AK interessieren, wie wir etwas akut bewegen können.

Darüber hinaus könnten wir einen eigene Homepage gestalten, die neben der Darstellung unserer Diskussion hinweise auf bestehende Förderprogramme und persönlich mögliches Energiesparverhalten gibt.

Denn unabhängig vom CO2 Budget ist ja folgendes möglich:

www.atomausstiegselbermachen.de - dieser Link gehört unter jede Stellungnahme zur Energiepolitik auf Flugblättern und im Internet.

www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de

www.zu-fuss-zur-schule.de

www.container-linienzuege.de

Für die Diskussion wäre hier sinnvoll: www.foes.de . Wir sollte anderen mit Energiethemen befasste Personen Fragen, ob diese im Verteiler aufgenommen sein wollen. Da es hier nicht um eine Wahlkampfstrategie geht, die man nicht zu früh preisgeben will, halte ich eine offene Diskussion für sinnvoll. Alleine schon durch einen eigene Homepage würde während der Diskussion der Gedanke des CO2 Budgets in die Welt getragen. Weitere Links auf meiner Homepage: http://sites.google.com/site/oekoradevormwald/home/links . So eine Google-site kann sich jeder kostenlos einrichten.

Ich bin kein Anhänger der "Nur- kommunal"- Ideologen in der ÖDP, Einschienenbahnen haben sich bisher nicht durchgesetzt und Hauptstrecken sind i.d.R. mehrgleisig oder werden es noch (Münster- Dortmund). Von daher sollte auch unser AK mehrgleisig arbeiten:

--Programmerstellung

--Unterstützung unserer Kommunalpolitiker

--Darstellung der Diskussion im Internet auf einer eigenen Seite, um gesellschaftliche Debatten zu fördern.

Außerdem sollten wir mal nachsehen, was es schon zum Thema "CO2 Budget" im Netz gibt und ob wir da gute Ansätze finden:

Googlesuche: http://www.google.de/search?source=ig&hl=de&rlz=1G1GGLQ_DEDE258&q=%22co2+budget%22&btnG=Google-Suche&meta=lr%3D&aq=f&oq=

Blogsuche: http://blogsearch.google.de/blogsearch?source=ig&hl=de&rlz=1G1GGLQ_DEDE258&q=%22co2%20budget%22&lr=&um=1&ie=UTF-8&sa=N&tab=wb Hier kann jeder, der was zum thema im Netz stehen hat, dies durch Blogeinträge bekannt machen (verlinken ) und so seine Seite bei Suchmaschinen aufwerten.

Pressesuche: http://news.google.de/news?source=ig&hl=de&rlz=1G1GGLQ_DEDE258&q=%22co2%20budget%22&lr=&um=1&ie=UTF-8&sa=N&tab=bn

Videos: http://video.google.de/videosearch?q=%22CO2+Budget%22&hl=de&emb=0&aq=f#


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Wicky
Gast in den ödp Forum
21-10-09, 00:00 Uhr (MEZ)
 
1. "age of stupid - ein neuer Film"
 
 
   Den Original-Anhang herunterladen
Öko contra dumm

Der britische Film „The Age of Stupid“ mobilisiert für den Klimaschutz.

Schon der Auftakt war rekordverdächtig: „The Age of Stupid“ („Das Zeitalter der Dummheit“), der neue Film der britischen Regisseurin Franny Armstrong, feierte im März in London die „grünste Filmpremiere aller Zeiten“. Sie verursachte nur ein Prozent der Kohlendioxid-Emissionen im Vergleich zu einem gängigen Filmauftakt. Dafür hatten sich alle Beteiligten ins Zeug gelegt: Die VIPs – darunter Modeschöpferin Vivienne Westwood und Londons Ex-Bürgermeister Ken Livingstone – fuhren per Rad oder Rikscha vor oder kamen gleich zu Fuß. Die Stars posierten vor einem futuristischen Solarmobil der Universität Cambridge, Lieferwagen fuhren mit recyceltem Frittenfett, und die auf dem Dach des Premierenzelts montierten Solarzellen produzierten Ökostrom.

„The Age of Stupid“ erzählt die Geschichte eines Mannes, der im Jahr 2055 als einsamer Überlebender der Klimakatastrophe in einem arktischen Bunker sitzt und sich verzweifelt fragt, warum die Menschheit nichts gegen die globale Erwärmung unternommen hat. Für diesen Part konnte Armstrong den Charakterdarsteller Pete Postlethwaite gewinnen, der für seine Rolle in „Im Namen des Vaters” für einen Oscar nominiert war. Als Chronist beleuchtet Postlethwaite anhand von sechs real existierenden Personen rückblickend verschiedene Facetten des Klimawandels. Da ist der 82-jährige französische Bergführer, der die Alpengletscher in seiner Heimat schmelzen sieht und mit seinen Enkeln auf Kunstschnee Ski fahren muss, der indische Geschäftsmann, der eine Billigfluglinie aufbaut und jeden Inder für eine Rupie fliegen lassen will oder der britische Windpark-
Entwickler, der mit seinen Projekten immer wieder auf Widerstand stößt.

Um diese Geschichten erzählen zu können, ging die Filmemacherin bei der Finanzierung ungewöhnliche Wege – sie setzte auf „crowdfunding“. Rund 260 Einzelpersonen und Gruppen beteilig-ten sich an der Low-Budget-Produktion. Macht der Film ein Plus, winkt ab einer „Investitionssumme“ von 2500 Pfund eine Gewinnbeteiligung. Die 50.000 Pfund Anschubfinanzierung brachte ein einziger Info-Abend in einer Londoner Bar ein. Mit einem riesigen Mailverteiler, einer professionellen Homepage und Netzwerken wie Facebook ließ sich der Bekanntheitsgrad des Films schnell steigern. Bereits bei ihrem Dokumentarfilm 
„McLibel“ (2005), der den beeindruckenden Kampf zweier Aktivisten gegen McDonald‘s -erzählt, hatte Armstrong konsequent auf neue Medien gesetzt und 22 Millionen Menschen ins Kino gelockt. Die Messlatte für „Age of Stupid“ liegt deutlich höher: Bis zum Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember sollen weltweit 250 Millionen Menschen nicht nur den Film gesehen, sondern auch ihre Regierung dazu gedrängt haben, sofort konkrete und wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen.

Die Briten sind von „The Age of Stupid“ begeistert. Der seit langem „einfallsreichste und -dramatischste Angriff auf die institutionelle Gleich-gültigkeit beim Thema Klimawandel“, schwärmt die „Times“. Auch der „Daily Telegraph“ ist voll des Lobes: „mutig, überragend provokant und ungeheuer wichtig“.

Noch ist der Film in Deutschland nicht zu sehen, ein Filmverleih wird gesucht.

Darüber hinaus setzt Armstrong auf eine Art „Volksfilm“. Sie hofft auf freiwillige Filmvorführer, die in Schulen oder Kneipen den Film auf DVD zeigen.

www.ageofstupid.net,

Kontakt für Filmverleiher: www.celluloid-dreams.com/contact

Text: Kerstin Eitner


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Wicky
Gast in den ödp Forum
22-10-09, 10:14 Uhr (MEZ)
 
3. "RE: age of stupid - ein neuer Film"
 
 
   www.ageofstupid.net

Noch mal diesen Link nachgeliefert, der oben nicht funktioniert.

Hier ist ein anderer schöner Film:
http://www.youtube.com/watch?v=IbDmOt-vIL8&feature=email
Beeindruckende Bilder, die vielleicht alle Menschen nachdenklich machen, die Grundkenntnisse in Englisch haben. Dieser Film sollte auf allen Homepages weit oben verlinkt sein.


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zeh-o-zwei
Gast in den ödp Forum
21-10-09, 23:39 Uhr (MEZ)
 
2. "CO2- Budget Marktkonform?"
 
 
   Lieber Leser

1. ist Idealismus nichts schlechtes, sondern dringend nötig, solange man
oder frau sich nicht in ideologische Abseits manövriert.

2. freue ich mich, dass es auch an dieser FH Studierende gibt, die über den Tag hinausdenken und an den Blaupausen mitarbeiten, die sicher nicht heute und morgen politischer Alltag werden, aber zu einem meist nicht vorabbestimmbaren Zeitpunkt vorrätig sein müssen. Die kleine Einheit über Ökonomen in der Kriegsphase sollte übrigens genau das deutlich machen.

3. "marktkonform" soll ja kein ideologisches Totschlagargument sein, sondern zielt darauf, dass politische Eingriffe in die Marktprozesse, die natürlich nötig sind, möglichst marktkonform sein sollen.

4. zur Sache: Ich finde, dass die Idee in die richtige Richtung geht. CO2-Ausstoß ist derzeit ein freies Gut (kostet mich nichts). Für freie Güter gibt es keine Preise und daher auch gar keine Märkte. Das ist unproblematisch, so lange diese Güter nicht knapp sind. Was aber, wenn sie knapp werden? Dann entsteht die Tragik der Allmende und so ist es auch mit dem CO2-Ausstoß.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tragik_der_Allmende

Wenn Güter knapp werden, muss man sie irgendwie künstlich mit Preisen oder anderen Regularien versehen, damit die individuelle Verantwortung für den Verbrauch dieser knappen Ressource deutlich wird. Daher gibt es z.B. die Versuche mit handelbaren Verschmutzungszertifikaten. CO2-Ausstoß muss etwas kosten. Und dazu muss es erst mal messbar sein. Ihr Vorschlag macht genau dieses: Die CO2-Komponente jeder Transaktion wird erst mal erfasst und die Knappheit wird dann individuell zurechenbar.

Ich bin mir relativ sicher, dass das CO2-Problem nur in dieser Richtung in den Griff zu bekommen ist! Richtung ist das eine. Der Teufel steckt im Detail:

5. Ein paar Überlegungen zur Praktikabilität, zu Risiko und Nebenwirkungen:
Die Chipkarte wäre relativ einfach. Aber sie setzt voraus, dass es eine relativ betrugsfreie Zuordnung von CO2-Ausstoß-Definitionen zu den einzelnen Produkten gibt. Wer definiert die 3800g CO² pro Kilo Bananen? Bananen aus Spanien (gibt es das?) haben in Deutschland einen niedrigeren CO2-Wert als Bananen aus Brasilien (z.B. wg. Transport). Zwar gibt es mittlerweile den CO2-footprint und andere Versuche, das CO2-Budget zu einzelnen Transaktionen zuzuordnen. Aber das ist bisher Symbolpolitik. Wir sollten das Maß an Überwachung und die Anreize zum CO2-Betrug nicht unterschätzen. Denn ob Sie wollen oder nicht: Nach Einführung der Chipkarte ist der CO2-Verbrauch ein Kosten- und Verkaufs-Argument. Dieses Kilo Bananen kostet x Euro plus y CO2-Punkte. Das andere Produkt kostet mehr Euro und dafür weniger CO2-Punkte. Und schon haben Sie
(a) hohe Anreize bei der CO2-Angabe zu mogeln und man braucht sehr viele staatliche Definitionen und Kontrollen, um das in den Griff zu bekommen. Aber das könnte durchaus möglich sein.
(b) Und wir haben auch gleich einen Markt für CO2-Verbrauch. Also sollten wir uns keine Illusionen machen: Es wird sich ein Markt herausbilden, der ziemlich genau CO2-Verbrauch in Euro umrechnet.

Wenn aber der Haken bei der Kontrolle der Hersteller liegt ((1 kg Bananen hat 3800 g CO2)) und es einen Preis für CO2 gibt (1 kg CO2 kostet xy Euro), dann fragt es sich natürlich, ob es nicht einfacher ist, diese Differenz bei den Herstellern abzuziehen, welche die Differenz als Preisaufschlag verbuchen.

Allerdings hat die Chipkarte einen stark bewusstseinsbildenden Aspekt. Jeder Bürger bekommt es mit dem CO2-Thema zu tun. Und der Preis von CO2 kann sich so vielleicht besser bilden. Also: Bei aller mir eigenen Skepsis finde ich die Chipkartenidee gar nicht so schlecht.

5. b) Die Transaktionskosten sind aber vermutlich sehr hoch. Heute würde es doch schon reichen, wenn wir das Ganze mal nicht auf ein kg Bananen, sondern auf die großen CO2-Themen anwenden. Ich habe ja in meinem zweiten Leben mit Immobilien zu tun. Bei Mietverträgen sollte man das CO2-Thema ja wohl auch ansetzen: Billige Wohnung, aber vollkommen ungedämmt. Das schlägt dann ganz schön ins CO2-Budget ((reichen die 9 Tonnen dann?)). Aber wenn ich mir vorstelle, wie eine Behörde alle Gebäude mit Mietwohnungen daraufhin bewertet, welche CO²-Werte anzusetzen sind ..... Wo doch der Energieausweis eigentlich schon fast gescheitert ist .... grübel grübel ...
Ok - mit diesen Praxis-Argumenten lässt sich jeder gute Vorschlag erst mal an die Wand argumentieren. Also ignorieren wir das mal.

6. Dass jeder Bürger ein Budget bekommt, ist nur konsequent und vollkommen richtig. Auf Sozialpolitik übertragen, entspricht das der Idee eines Grundeinkommens für jeden ((eine Idee, die sich die Grünen leider (noch?) nicht zu eigen gemacht haben ). Auch das ist plausibel.
Um aber etwas Wasser in den Wein zu gießen: Verfällt das Budget eigentlich am Jahresende? Oder darf ich nicht ausgeschöpfte Budgets mit ins nächste Jahr nehmen? Sozusagen CO2-Kapitalbildung? Falls nein ergeben sich negative Anreize: Die Budgets werden entweder verbraucht oder verkauft. Falls ja: Darf man eigentlich das Kapital im Todesfall vererben? Falls nein: Dann wird das Budget vorher rechtzeitig verkauft und das Bargeld vererbt.

7. Sie haben ja durch die Übertragbarkeit auch schon ein Marktelement drin. Ich stocke mein Budget mit realen monetären Einheiten auf, mit denen ich nicht-verbrauchte Budgets aufkaufe. Und dann gibt es eben einen Markt für CO2-Verbrauch und das ist immer noch das beste Instrument, um knappe Ressourcen effizient zu der Verwendung zu führen, wo sie am stärksten nachgefragt werden. Dass dies mit einem gehörigen Maß an Ungleichheit einhergeht, dessen sollten wir uns stellen. Aber Klimaschutz ist keine Arena, um gesellschaftliche Ungleichheiten auszugleichen.

Auch wenn meine Antwort nicht so klingt: Die Richtung ist gut.

8. Das einzige, was mich sehr stutzig macht ist das groß geschriebene "NICHTS" und die Idee der Parallelwährung. Hier fließt vielleicht eine Idee oder ein Gefühl oder eine Haltung ein, dass so wichtige Dinge wie der Klimaschutz nicht dem schnöden Kommerz ausgeliefert werden sollten. Deshalb gibt es ja Tauschringe, Regionalwährungen usw. -

http://www.tauschring.de/hauptseite.php

Ich ahne da die sympathische, aber in meiner Sicht doch etwas arg sozialromantische Idee, dass man das was wirklich Wichtig ist ((CO2 und das Weltklima)), irgendwie "ganz anders" organisieren sollte. Als symbolische Aktionen finde ich das alles gut: Geldwirtschaft anonymisiert und es ist gut, sich daran zu erinnern, dass es immer um Austausch zwischen Menschen geht und dass monetäre Bewertung an Grenzen stößt und mit Geld nicht alles käuflich ist. Dass viele in meiner (evangelischen) Kirche damit sympathisieren, ist logisch: Die Religion steht eben für das nicht rechenbare, nicht verzweckbare und das was eigentlich wichtig ist.

Aber wenn es um knappe Güter geht, schätze ich die Marktmechanismen doch als wirksamer und Verantwortung-fördernder ein (((wenn es erst mal einen Markt gibt - das ist bei freien Gütern wie CO2 ja nicht der Fall - siehe oben)).
Und auch wenn das Brot im Vater unser vorkommt: Das Lebensmittel Brot sollten wir durchaus auf Märkten handeln (Sie erinnern sich?) und das knappe Gut "CO²-Ausstoß" eben auch - ganz normal und in Euro und nicht in einer "Parallelwährung".

So - jetzt habe ich wohl genug ökonomisiert und hoffentlich nicht zu sehr entidealisiert. Sie geben mir bei Gelegenheit eine Info, wenn der Vorschlag ein bisschen weiter ausgearbeitet ist?

Mein Fazit:
- Grundsätzlich sehr gute Idee!
- Einige Modelle zur Praktikabilität und zu unerwünschten Nebenwirkungen durchdenken!
- Die Idee mit der Parallelwährung und dem vermeintlich gar nicht monetären Fallen lassen !

Abschließend möchte ich Sie auf zwei Dinge hinweisen:
- sicher haben Sie genug zu tun (Studium, Familie und Politik). Aber Sie sollten wissen, dass es in Würzburg mittlerweile auch eine sneep-Gruppe gibt.
Sh. http://www.sneep.info/ unter Lokalgruppen

- Und unsere nächste Jahrestagung wird vorbereitet.
Vielleicht gibt es ja eine Exkursion dorthin.
http://www.dnwe.de/jahrestagung-2010.html

Jetzt gehe ich noch ein Bierchen trinken und werde die Wirtin fragen, wieviel CO2-Ausstoß mit einem Pils verknüpft ist

Viele Grüße,


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Kassandra
Gast in den ödp Forum
26-10-09, 22:24 Uhr (MEZ)
 
4. "Peak- Oil- Film- Tip"
 
 
   Ich würde den Fokus auf den zweiten Aspekt des Carbon-Zwillingsproblems lenken: Peak Öl
Das ist greifbaren und viel unmittelbarer.

Es gibt einen aktuellen 45 minütigen Film dazu, der m.E.sehr gut gemacht ist:

http://www1.ndr.de/flash/mediathek/mediathek.html?media=vomendedesoels102

45 Minuten, die sicher sehr gut angelegt sind!

Kann man natürlich auch alles anders sehen. Ich gehe davon aus, dass Peak Öl vermutlich schon Vergangenheit ist.
Und wenns stimmt: Dann müssen wir schleunigst das Öl verlassen, bevor es uns verlässt.
Wenn wir es richtig machen, ists automatisch auch noch klimafreundlich.
Wenn wir nur ein Teilproblem, z.B. Klimawandel sehen und Peak Öl nicht, kommen wir
möglicherweise zu falschen Lösungsansätzen.

Der Einstieg in eine postfossile Zeit ist notwendig und muss
entsprechend rasch und verlässlich organisiert werden. Mit diesem Grundverständnis sollten wir die vorgeschlagenen Instrumente sehen, diskutieren und voranbringen.

Als Thema ist der persönliche CO2 Budgetansatz an der Reihe.

Klären wir doch dazu die offenen Fragen. Um das zu tun, sammeln wir die ganzen Fragen und Zweifel erst einmal und arbeiten diese dann ab.


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Felix Staratschek
Gast in den ödp Forum
02-01-10, 09:20 Uhr (MEZ)
 
7. "Klimafilm"
 
 
   1. The scientific debate
http://www.youtube.com/watch?v=52KLGqDSAjo&feature=related
2. The objections
http://www.youtube.com/watch?v=PoSVoxwYrKI&feature=related
3. http://www.youtube.com/watch?v=PoSVoxwYrKI&feature=related
4. Gore versus Durkin
http://www.youtube.com/watch?v=N2B34sO7HPM&feature=related
5. Isn´t it natural?
http://www.youtube.com/watch?v=N2B34sO7HPM&feature=related
6. Those hacked e- mails
http://www.youtube.com/watch?v=7nnVQ2fROOg&feature=related


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Felix Staratschek
Gast in den ödp Forum
02-01-10, 09:22 Uhr (MEZ)
 
8. "RE: Klimafilm"
 
 
   5.)
http://www.youtube.com/watch?v=w5hs4KVeiAU&feature=related


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